Die Arbeitsgemeinschaft City e. V. (kurz AG City e. V.), ein Zusammenschluss von rd. 450 Gewerbetreibenden, zumeist ansässig in der City West, engagiert sich seit 40 Jahren für die qualitative Aufwertung des Quartiers rund um den Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße.

BID_Tauentzien_Skulptur
Bild: Photo Huber

2009 wurden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Kooperation mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, der AG City und der IHK Berlin für die City West Leitlinien veröffentlicht, um entsprechende Maßnahmen zur Stärkung der Attraktivität und der Konkurrenzfähigkeit des Standortes im internationalen Vergleich daraus abzuleiten.

Da Maßnahmen zur qualitativen Aufwertung eines Quartiers einer notwendigen Finanzierung bedürfen, haben sich die Akteure der AG City über viele Jahre für die Schaffung der rechtlichen Voraussetzung zur Einrichtung eines Business Improvement District (BID) eingesetzt. Leitidee ist es, den Herausforderungen der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung mit privat getragenen Projekten und Maßnahmen zu begegnen und die Zentren durch Engagement und eigene Verantwortung vor Ort zu stärken. Weltweit ist dieses private Engagement unter dem Begriff Business Improvement District zusammengefasst.

Die City-Dienst GmbH als Tochterunternehmen der AG City e. V. strebt die Einrichtung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) an und hat ihr Interesse durch die Zustimmung einer ausreichenden Anzahl an Immobilieneigentümer beim Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bereits bekundet. Die ISG gilt als ergänzendes Instrument zur Stärkung einer Geschäftsstraße in privater Organisation und Verantwortung auf gesetzlicher Grundlage (Berliner Immobilien- und Standortgemeinschafts-Gesetz BIG, in Kraft seit 11/2014) in einem begrenzten Gebiet und zeitlich begrenzt auf maximal fünf Jahre.

Eine ISG kann für drei Handlungsfelder gegründet werden:

  • Bau-ISG (Ausarbeitung von Konzepten / Plänen für den Standort; Finanzierung und Durchführung von Baumaßnahmen)
  • Service-ISG (Erbringung von Dienstleistungen, wie Reinigung, Service, Bewirtschaftung leer stehender Flächen)
  • Marketing-ISG (Organisation von Veranstaltungen, gemeinschaftliche Werbemaßnahmen).

Dabei ist die Finanzierung originär öffentlicher Aufgaben ausgeschlossen.

Um die Entwicklung eines BID in Berlin voranzubringen, hat sich die City-Dienst GmbH in Kooperation mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen des Programms „Wirtschaftsdienliche Maßnahmen“ für die Standortprofilierung der City West engagiert. Es sollte die Bereitschaft zum privaten Engagement der Anrainer in Bezug auf die städtebauliche und imagebildende Entwicklung des Standortes ihrer Immobilien geprüft werden und somit der Grundstein zu einer Einrichtung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft gelegt werden.

Vorteile für Eigentümer auf einen Blick:

  • Es wird eine höhere Aufenthaltsqualität für Besucher, Händler und Anrainer erreicht.
  • Die Werthaltigkeit der Immobilien wird gesteigert.
  • Mehr Miete durch mehr Umsatz.
  • Maßnahmen werden von Eigentümern festgelegt und durchgeführt.
  • Anstatt auf den Staat zu warten, erfolgt Eigeninitiative der Privatwirtschaft.
  • Passgenaue Strategien durch belastbares Zahlenmaterial und erarbeitet gemeinsam mit Experten.
  • Internationale Aufmerksamkeit durch neue Marketingstrategien.